Im Tempo der Stadt. Künstlerische Praxis und die Formulierung des öffentlichen Raums

Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts wird der Öffentliche Raum von Kunst und Kunstgeschichte zunehmend thematisiert und im gesellschaftlichen Kontext gesehen. Am 10. November um 10:30 Uhr widmet sich der Vortrag “Im Tempo der Stadt. Künstlerische Praxis und die Formulierung des öffentlichen Raums” von Anamarija Batista (Kunsthistorikerin), Szilvia Kovács (Soziologin) und Carina Lesky (Kulturwissenschaftlerin) diesem weitreichenden Thema.Image

Das Tempo der Stadt sei die Substanz, aus der sie sich immer neu bilde, bemerkte Ernst Bloch in den 1920er Jahren und meinte damit nicht nur die Geschwindigkeit des aufkommenden Verkehrs in den modernen Metropolen, sondern ebenso die »hektische Bautätigkeit, den raschen Wandel der Moden, die Flüchtigkeit zwischenmenschlicher Beziehungen«, wie Michael Bienert und Elke Linda Buchholz in »Die zwanziger Jahre in Berlin« schreiben (2013, p. 37).

In diesem Vortrag, wollen Batista-Kovács-Lesky künstlerische Praktiken betrachten, die Teil des sich immer neu bildenden Stoffes der Stadt werden, indem sie aus Museen und Galerien heraus ins Tempo der Großstadt treten, mit deren Substanz verschmelzen und dabei Themen und Problematiken des urbanen Lebensraums thematisieren aber eben die städtische Realität auch aktiv verändern.

Im gesellschaftlichen Spannungsfeld des öffentlichen Raums spricht die künstlerische Praxis Themen und Problematiken an, welche die vielschichtigen Verflechtungen des städtischen Tempos bestimmen, tritt aber auch in Dialog mit den Bewohnern und stimuliert zur Interaktion mit der städtischen Landschaft oder sogar zur Gestaltung der gemeinsamen Umgebung.

Der öffentliche Raum wird definiert und konstruiert, Öffentlichkeit formuliert. Dabei sind die künstlerischen Zugänge eng in städtische Entwicklungsprozesse eingebunden und bilden den Antrieb für Planungsentscheidungen.

Auf den Spuren der urbanen Praxis von KünstlerInnen wie Georg Klein oder Idris Khan, widmet sich dieser Vortrag solchen Entwicklungen im öffentlichen Raum und behandelt folgende Fragestellungen:

Was bedeuten diese Praktiken für die Stadtentwicklung? Wo liegen die Potentiale von künstlerischer Praxis als Bestandteil der Planung und Komposition von städtischem Raum? Welche Themen und Problematiken des städtischen Lebensraums werden von der künstlerischen Praxis adressiert und formuliert? Wie verhalten sich diese Themen zu Debatten und Diskussionen über den öffentlichen Raum?

Referenzquelle: Bienert, Michael und Buchholz, Elke Linda: Die zwanziger Jahre in Berlin. Ein Wegweiser durch die Stadt. Berlin, Berlin Story Verlag, 2013, p. 299.

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Quelle: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=656174544428022&set=a.612695788775898.1073741828.612681545443989&type=1&theater

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